Kammermusik meisterhaft interpretiert
Trio Triton gastierte mit Kompositionen von Mozart und Ravel in Magdeburg
Magdeburg. Es gibt Konzerte, die man nicht so schnell wieder vergißt. Zum besonderen Eindruck, den das Trio Triton mit der Magdeburgerin Carola Nasdala (Violine), Claudia Schwarze (Violoncello) und Hartmut Leistritz (Klavier) hinterließ, gehören nicht nur die ausgezeichnete musikalische Qualität und das schöne Programm, sondern vor allem auch die Ausstrahlung, die von dem jungen Ensemble und ihrer Musik ausging. Drei beispielhafte Werke unterschiedlicher Musikepochen standen auf dem Programm, die alle gleichermaßen hinreißend musiziert wurden. Zu Beginn Beethovens c-moll-Trio op. 1/3 sehr schön akzentuiert gespielt und mit viel Sinn für die vom jugendlichen Meister komponierten fast scherzhaften Aufhellungen, in dem sonst von tragischen Themen beherrschten Werk.
Im Mittelpunkt des Abends stand Ravels Klaviertrio a-moll. Das nuancenreiche Werk, von Melodienseeligkeit zu sehr modernen expressiven Klängen, von großen musikalischen Linien zu intensiven Spannungen reichend, ist sicher selten mit einer solchen Ausdrucksvielfalt in Magdeburg zu hören gewesen.
Die drei Musiker spielten in feiner Abstimmung aufeinander und jeder ebenso solistisch ausgezeichnet. Auch beim abschließenden Brahms-Trio H-Dur op. 8 blieben keine Wünsche offen. Das Konzert mit dem Trio Triton war das kammermusikalische Ereignis der laufenden Saison in Magdeburg.
Liane Bornholdt
Abschrift aus: Volksstimme Magdeburg vom 16. Februar 1995, Magdeburg 1995
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